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Das Geld und Ich

Geld verdienen -besonders in der Selbstständigkeit ist manchmal ein harter Brocken. Gerade im Familienstellen ist das Geld oft ein Thema. Ich habe kürzlich einige spannende Facts zusammentragen können, die ich hier gerne teilen möchte.

 

Fragen wir uns erst mal:

 

  • Was assoziiere ich mit Geld, Geld verdienen und Reichtum? 
  • Welche Gefühle sind mit dem Thema Geld verknüpft? 

 

Stichwörter:

 

Ausgleich, Abhängigkeit, Es sich gönnen - Es sich nicht gönnen, Es verdient haben - Es nicht verdient haben, genug zum Leben haben ist genug, Es nicht wert sein, Scham, Angst - andere über den Tisch zu ziehen & auszunehmen, Nicht genug zu leisten, Wert & Gegenwert, nur wer hart arbeitet hat’s verdient,…

 

Zitat Robert Betz:

 

„Wer sich selbst schuldig fühlt, der fühlt sich nicht würdig, reich zu sein und die Fülle des Lebens zu geniessen. Durch sein Schuld - Bewusstsein erschafft er sich Schulden. Wer die vielen Geschenke, die das Leben bereit hält, nicht dankbar annimmt, der erzeugt Energieblockaden und nimmt sich aus dem Fluss der Fülle heraus. Wer Geld und die materiellen Dinge abwertet, der stösst sie von sich ab. Es ist die unbewusste Selbstverurteilung des Menschen, die Verurteilung des Nächsten und des Lebens selbst, die Nicht-Wert-Schätzung, durch die wir Mangel erschaffen. Wer glaubt das Leben sei ungerecht, der setzt sich in einen Gegensatz zum Leben selbst.“

 

Mit Geld assoziieren wir also Selbstwert, Verdienst, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Wahrheit. Es gibt ein Schema, das mit Spiegeln arbeitet: Beispiel:

 

HELLER SPIEGEL

DUNKLER SPIEGEL

Wertschätzung

Missbrauch

Liebe (gegenseitig)

Macht

 

Und so gibt es aus der Vergangenheit einige Verbindungen in der Sprache, die automatisch auf unsere Gefühle und unser Unterbewusstsein wirken:

 

Begriff aus der Finanzwelt

Übersetzung / Synonym

Synonym aus der Gefühlswelt / dem Unterbewusstsein / Spiritualität

 

Erlöse

Gewinne

Erlösung

 

Zuwendung

Bezahlung

Liebe & Zuwendung

 

Verdienst

Lohn

Gottesdienst, etwas verdienen, etwas verdient haben

 

Schulden

Schulden

Schuld, Verletzung, Beschämung, Schmerz (grosse Kraft!!)

 

Kredit

vom lat. „credere“ = glauben

 

englisch „ credits“ = die Ehre

 

 

 

in Misskredit fallen —>

Ruf und Glaubwürdigkeit verlieren

 

reich

Reichtum (monetär höchstes Ziel)

Reich Gottes, Vollkommenheit, Erfüllung, Zielerreichung, Erlösung

 

Geld zählen

 

was zählt? die Wahrheit

 

die Buchhaltung stimmt

In der Finanzwelt sind es die Zahlen, die stimmen (müssen)

Es fühlt sich stimmig an = in der Gefühlswelt ist es die Wahrheit, die stimmt

 

 

 

Die beiden Sphären des Geldes und der Spiritualität greifen also unmittelbar ineinander. Wahrscheinlich sind sie in der Urzeit auseinander hervorgegangen. Geld ist also unser nach aussen manifestierter Ausdruck unserer inneren Werte, sowie der realen Kräfteverhältnisse „Schuld & Verdienst“ und „Soll & Haben“.

 

Das sind die Werte, nach denen gerichtet und bewertet wird, nach denen wir vor allem uns selbst richten und bewerten. Wir zählen unser Geld, aber wir suchen auch nach dem was wirklich zählt. Der Wahrheit. Der Zugang erfolgt über das Gefühl, das Gefühl über das wahre Selbst.

 

Wir müssen wieder lernen ein Gefühl dafür zu entwickeln, was ein gerechter Austausch, Ausgleich ist.

 

Energetische Spannungen zwischen Geben und Nehmen führen zu Diskrepanzen. Beides hat seine Berechtigung und beides gibt es im dunkeln und im hellen Spiegel. Und von beiden gibt es jeweils einen aktiven und einen passiven Teil. Hier ein Modell:

 

HELL UND AKTIVES GEBEN

 

Gutes tun

Spenden

Leistungen geben (mehr als zurück kommt)

Ratschläge erteilen

helfen

DUNKEL UND AKTIVES NEHMEN

 

das nehmen, was mir zusteht, was ich verdient habe (oft mit Scham, Minderwert, etc. besetzt, darum getrauen sich viele nicht aktiv zu nehmen)

DUNKEL UND PASSIVES GEBEN

 

Hingabe

Aufgeben des falschen Egos

das, was nicht Meins ist, abgeben

HELL UND PASSIVES NEHMEN

 

Hinnehmen

sich fügen

 

Um fühlen zu können, was ein stimmiger Tausch ist, brauchen wir auch die Fähigkeit des aktiven Nehmens, also eine aus einem gesunden Selbstwert und aus Selbstliebe hervorgehenden Fähigkeit, das, was mir zusteht, auch zur Sprache zu bringen und dann nehmen zu können.

 

Wir brauchen zudem ein Gefühl von selbstlosem „sich hingeben“ - GEBEN.

 

Diese Kategorien wurden von den Herrschern und später der Kirche und deren Oberhäupter in der Vergangenheit verdreht und zu ihren Gunsten missbraucht. Sie missbrauchten ihre Macht und knechteten das Volk. (Steuern, Ernteabgaben zu Gunsten des Königs/Kaisers, Kirchensteuern und -beiträge, und dazu passende Drohungen: "wer keine Kirchensteuern bezahlt, kommt in die Hölle", etc.)

 

Geld verdienen und Geld haben ist also eng mit dem Selbstwert verknüpft. Was bin ich mir wert? In Geld ausgedrückt (oder in Häuser, Besitztümer, Materiellem, in Liebe, Geborgenheit, Freiheit, etc.)

 

 

Was bin ich mir wert? - über diese Frage lohnt es sich ausgiebig zu sinnieren und vielleicht die eine oder andere Überzeugung zu überdenken, gewisse Glaubenssätze über Bord zu werfen und mit neuen, sinnvolleren zu ersetzen…

 

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