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Hitzesommer und Landwirtschaft

Der Sommer 2018 ist einmalig - heiss - zu heiss, trocken - zu trocken.
Ist das wirklich einmalig oder ist das der Zukunftstrend wie viele prophezeien? Klimawandel oder bloss ein Hitzesommer? 

 

 

Wenn es tatsächlich der Trend für die nächsten Jahre sein wird, dann müssen sich ganz viele Wirtschaftszweige und die Politik etwas einfallen lassen. Schutzwälder, die der Hitze nicht stand halten und deshalb im Winter keinen Schutz vor Lawinen mehr bieten, Städte, die viel zu heiss werden, weil es keine Bäume und natürliche Plätze mit natürlichem Schatten mehr gibt, Flüsse die austrocknen und zu Fischsterben etc. führen, und vieles mehr. 

Aber auch die Landwirte und Hobbygärtner müssen ihre Praktiken ändern. Bloss da scheint man nicht sehr sensibilisiert zu sein.

 

Denn dieses Jahr geben der Mais und die Zuckerrüben ja gar nichts her und die Gemüsefelder müssen so stark bewässert werden, dass dies die Natur zusätzlich belastet. Nein die Gewässer werden nicht nur mit Gülle und Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden verschmutzt, nun werden sie auch noch ausgepumpt, um die Felder zu bewässern. Geschnittene Felder werden nicht geackert weil es zu trocken ist, aber damit kein unerwünschtes Unkraut wächst, wird stark giftiges Herbizid gespritzt.... 

 

Und womöglich gleichen wir Steuerzahler die Defizite in der Landwirtschaft aus, indem vermehrt Subventionen ausgeschüttet werden. 

 

 

Da kommt mir der Gedanke was wäre, wenn nicht nur Banken und die Landwirtschaft in Notzeiten vom Bund unterstützt würden? Quasi Giesskannen - Prinzip in allen Branchen.

 

Dann hätte es zum Beispiel nie ein „Lädelisterben“ gegeben, weil ja dann jedes Mini-Detailhandelsgeschäft vom Bund Subventionen hätte beantragen können. Aber nein in dieser Branche ist man explizit vom Markt abhängig und bestimmt selbst über sein Schicksal. Muss man den Laden schliessen, dann nur deshalb, weil man nicht genug innovativ und geschäftstüchtig war, der Markt sich verändert hat und man nicht genügend finanzielle Mittel aufbringen konnte, um das Lädeli zu retten.

 

Aber was ist denn mit den Bauern, die nicht genug innovativ und geschäftstüchtig sind? Gemüse, das fast keine Nährstoffe mehr aufweist, weil die Böden ausgelaugt sind, Klimawandel, Menschen, die sich anders ernähren und entsprechend andere Bedürfnisse haben, nicht ökologischer Import von Nahrungsmittel aus aller Welt, weil das der Markt so wünscht,...

 

 

 

Doch die Bauern werden so oder so unterstützt, weil sie ja einen nationalen Auftrag erfüllen müssen - nämlich die Grundversorgung der Bevölkerung. Aber sind wir mal ehrlich, welcher Schweizer möchte sich heutzutage von einem viel zu grossen Berg Butter ernähren (um nur ein Beispiel zu nennen)?

 

Alle anderen Wirtschaftszweige sind gezwungen sich anzupassen und sich weiter zu entwickeln, und manchmal auch die Konsequenzen eines Konkurses zu tragen - nur in der Landwirtschaft findet man immer wieder Schlupflöcher und wird auch noch tatkräftig unterstützt von Lobbyisten - die pingelig darauf achten, dass Gesetze nicht verschärft werden. Und das natürlich unter dem Deckmäntelchen der Demokratie! Wie nennt man das nochmals, wenn jemand Geld bezahlt oder Geld entgegen nimmt um Einfluss auf Politik oder Entscheide zu nehmen? MAFIA - genau!!

 

Aber in diesem Punkt haben wir Schweizer ja auch den Mumm nicht um offen zu legen, welche Partei und Lobbygruppe wieviel Geld und von wem bekommt…. Graubereich…. Schweizer (Bank-)Geheimnis… Leiche im Schrank? Die Angst gewisser (einflussreicher) Menschen ist gross, man könnte ihre Machenschaften aufdecken...