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Jetzt ist die Zeit zum Leben!

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. Konrad Adenauer

 

Jetzt! So oft wie möglich den inneren Körper spüren, den Körper von Innen in Gedanken abtasten, mit dem Atem in den Körper kommen. Wie fühlen sich meine Organe an, wie fühlen sich meine Muskeln an, wo schmerzt es, wo fühle ich mich wohl. Und dann bewusst an die Stelle atmen, an der es schmerzt, an der ich Druck spüre oder die sich leicht anfühlt. 

 

Wenn ich voll und ganz mit meinem Körper in Kontakt bin und ihn spüre, strahle ich ein anderes Energiefeld aus und dann können mir die negativen Energien und Gedanken von anderen Menschen weniger anhaben, weil sie durch mich durch gehen, an mir abprallen und nicht in mich eindringen können. Der Schlüssel zur Abgrenzung und zum Schutz vor anderen Energien ist, den eigenen Körper zu spüren, im Kontakt zu sein mit seinem eigenen Körper. Immer. in jedem Moment des Tages. Am einfachsten gelingt dies, wenn man sich vornimmt, alle paar Minuten drei tiefe Atemzüge zu machen und sich dabei mit dem Körper zu verbinden. Thich Nhat Hahn hat als Taktik einen Wecker im Smartphone oder der Uhr vorgeschlagen, den man individuell einstellt und der dann jeweils einen Glockenschlag o.ä. erklingen lässt. Dieser Glockenschlag erinnert uns daran, tief zu atmen. 

 

Das Leben verläuft in Zyklen, das heisst, wir bewegen uns zyklisch. Viel Energie führt zu weniger Energie und wieder zurück zu viel Energie. Das ist die Natur und völlig normal. Yin und Yang. Sie bedingen sich gegenseitig. Yin kann nicht ohne Yang sein und umgekehrt. 

 

 

Wenn ich voll und ganz mit meinem Körper in Kontakt bin und ihn spüre, wenn ich mich aktiv mit Atem und meinem Körper befasse, dann identifiziere ich mich nicht mehr so sehr mit meiner Lebenssituation und dem, was im Aussen passiert. Ich kann es zwar wahrnehmen, aber ich nehme eine Beobachterposition ein. Das bin nicht mehr ich. Ich nehme die Energien nicht mehr in mich auf und kopiere sie (Bsp.: wenn jemand wütend ist, muss ich nicht auch wütend reagieren). 

 

Bevor du handelst, lasse zuerst die Negativität los, das Drama, den Widerstand. In allen Lebenssituationen. Die Lebenssituation ist nicht gleichbedeutend mit Leben. Die Situation lässt sich verändern. Indem ich meine Einstellung, meinen Blickwinkel dazu verändere, verändere ich auch meine Lebenssituation. Und wenn ich sie aus einer Vogelperspektive erst mal sachlich neutral betrachten kann, dann bekommt sie oftmals schon einen ganz anderen Charakter. Wenn das Drama und der Widerstand entfernt sind, sieht es oftmals schon viel harmloser aus. 

 

Das Leben ist primär, das Leben ist mein tiefstes inneres Sein. Es ist ganz. Es ist vollkommen und makellos. 

 

Die Lebenssituation besteht aus den aktuellen Umständen und den Erfahrungen aus der Vergangenheit. Es ist nichts falsch daran, sich Ziele zu setzen und Dinge erreichen zu wollen. Im Gegenteil! Ziele sind ganz ganz wichtig im Leben. Falsch ist es, wenn man daraus einen Ersatz macht für das Fühlen des Lebens, des Seins. Denn zu dem findest du nur über das JETZT Zugang. Und auch wenn im JETZT sich manche Umstände traurig, schwer oder beängstigend anfühlen, ist es doch wertvoller, diese Gefühle zu fühlen und wahrzunehmen, anstatt sie verdrängen oder mit Konsum übertünchen zu wollen. Indem man sie fühlt, können sie umgewandelt werden. Indem man sie verdrängt, werden sie grösser und immer grösser und schlummern in unserem Unterbewusstsein, bis sie zu einem Monster herangewachsen sind. 

 

 

Wenn dir der eine Schritt im Jetzt, den du jetzt gerade tust, bewusst wird, dann wirst du erkennen, dass er bereits alle weiteren Schritte in sich trägt. Ebenso wie den Bestimmungsort. Das ist so wie ein Baum, der bereits im Herbst die Knospen für den nächsten Frühling bildet. 

 

Dieser eine Schritt wird dann zu einem Ausdruck der Perfektion, zu einer Handlung von immenser Schönheit und Qualität und Kraft. Er wird dich ins Sein bringen und das Licht des Seins wird durch dich leuchten. Das ist das Ziel und die Erfüllung deiner inneren Reise, der Reise zu dir selbst.

 

Danach ist das äussere Ziel nur noch ein Spiel, das du weiter spielst, weil es dir Spass macht. 

Je eher du erkennst, dass dein äusseres Ziel dir keine anhaltende Erfüllung bringen kann, desto besser.

 

Ohne Geräusche gäbe es nur Stille. Stille ist ein gutes Portal ins Unmanifestierte einzukehren. Ohne Gegenstände gäbe es keinen Raum. Löse den Raum auf und du trittst ins Unmanifestierte ein.

 

Dualität gibt es nur im Verstand. Erlöst zu sein bedeutet Erfüllung, Frieden, das Leben in all seiner Fülle, zu sein, wer du wirklich bist, in dir das Gute fühlen, zu dem es kein Gegenteil gibt, Daseinsfreude, die von nichts abhängt.

 

Hingabe, Widerstände aufgeben, jeden Moment voll und ganz leben, da sein, wahrnehmen, fühlen.

 

Wir können das, was wir suchen, nur in uns selbst finden. Dann wenn wir in die Stille gehen und im Hier und Jetzt verweilen. Ohne Ablenkung von TV, Handy oder Musik. Nur ich und ich mit mir selbst... Dann können wir in der Daseinsfreude verweilen. Ohne etwas zu müssen. Ohne etwas zu wollen...

 

EVE-ON

Yvonne Hiltebrand

Rebweg 8, 8181 Höri

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